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Neue Artikelserie rund um das Cochlea Implantat

 

Schweizerisches Cochlear Implant Register: 2237 Implantationen seit 1977

 

Mit diesem Text über das Schweizerische Cochlear Implantat Register (CI Datenbank) wollen wir eine ganze Reihe von Artikeln rund um das Cochlea Implantat lancieren: Wir möchten technische Neuerungen vorstellen; wir werden fragen, welche Vorteile die binaurale Versorgung bietet und dabei Betroffene und Experten zu Wort kommen lassen. Auch ein Blick in die Zukunft soll nicht fehlen: Wird es eines Tages technische Neuerungen geben, die das Implantat ersetzen? Stichwort Stammzellen?

 

In der Schweiz wurde zum ersten Mal 1977 am Kantonsspital Zürich ein Cochlea Implantat eingesetzt. In den folgenden Jahren gab es nur wenige Implantationen. Die ersten Cochlear Implantate mit einer Multikanalstrategie wurden ab 1985 in Genf eingesetzt. Von da aus breitete sich der Trend auf die ganze Schweiz aus, und die Anzahl der Implantationen stieg an.

 

CI zuerst für Spätertaubte

Diese ersten Multikanal-Implantate waren vor allem für erwachsene Spätertaubte bestimmt, nur selten wurden auch Kinder operiert. Als 1994 jedoch Implantate auf den Markt kamen, die noch mehr Leistung und Qualität boten, profitierten mehr und mehr Kinder vom Cochlea Implantat.

 

Die Anzahl der Implantationen stieg jährlich an. Seit 2004 ist die Anzahl der Implantationen praktisch unverändert geblieben.

CI Statistik pro Altersgruppe

 

   
    2004: 148

    2005: 154

    2006: 157

    2007: 127

    2008: 173

    2009: 142

    2010: 165

    2011: 153

    2012: 159

 

 

 


Der prozentuale Anteil von CI Operationen bei Kindern (unter 13 Jahren) betrug 2012 30,8% (49 von 159 Implantationen). Bis 2012 hat das Schweizerische Cochlear Implant Register insgesamt 2237 Implantationen verzeichnet, die von den implantierenden Zentren in der Schweiz in Bern, Zürich, Basel, Luzern und Genf ausgeführt wurden. Diese Zentren sind vom Bundesamt für Sozialversicherungen anerkannt.

 

Ursache von Reimplantationen

Von den 2237 Implantationen waren 198 Reimplantationen (8,8%) und 418 bilaterale Zweitimplantationen) (18,7%) . Be i den Reimplantationen waren in 65,7% der Fälle technische Defekte Grund für den Eingriff. In 14,1 % der Fälle waren es Unfälle, bei 11,6% medizinische Schwierigkeiten. Bei 7,6% war der Eingriff motiviert durch technologische Fortschritte; eine neue Implantat-Generation löste die alte ab.

 

Erfolgreiche Rehabilitation

Sowohl die technologische Entwicklung der Implantate und Sprachprozessoren als auch die zunehmende Erfahrung der implantierenden Zentren haben dazu beigetragen, dass der Rehabilitationserfolg und CI Nutzen bei Erwachsenen und Kindern subjektiv und objektiv gesteigert werden konnte. Ausgezeichneten bzw. guten Nutzen von der CI-Versorgung haben 77,6% aller implantierten Patienten erreicht. Bei 171 Implantationen (8,1%) konnte nur ein geringer (5,9%) oder gar kein (2,2%) subjektiver Gewinn von der CI-Versorgung erreicht werden (siehe Abbildung). (Diese Zahlen berücksichtigen nicht die Implantate der ersten Generation und keine Kinder unter sechs Monaten.)

 

Globale Situation

Cochlea Implantate sind in vielen Ländern als erprobte und sinnvolle Rehabilitationsmassnahme bei vollständiger Taubheit anerkannt.

Bis Ende 2010 wurden weltweit etwa 219 000 Personen mit einem Cochlea Implantat versorgt; allein in den SA sind es dabei 42'600 Erwachsene und 28'400 Kinder. Die grosse Mehrheit dieser Personen kommt aus den westlichen Industrienationen, bedingt durch die hohen Kosten für die Technologie, die Chirurgie sowie den gesamten Rehabilitationsprozess. Der Anteil der beidseitig versorgten Betroffenen wächst stetig; welchen Nutzen die binaurale Versorgung bringt, wird von der Forschung untersucht.Wenn Sie mehr wissen möchten: Ein Zwischenbericht des Schweizerischen Cochlear Implant Registers finden Sie unter:   http://www.uzh.ch/orl

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